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Tut mir leid aber Italo Western sind wirklich großer Blödsinn.
In diesen Filmen entspricht aber auch gar nix der Realität.
Was mich an Charro wirklich geärgert hat:
Elvis geht mit seinem Sattel in der Hand (und nur mit seinem Sattel)
auf ein wildes Pferd zu und fängt es natürlich fast ohne Probleme ein
und reitet es auch zu.Kein Mensch kann einfach so auf ein wilden Mustang zugehen!Das allein ist schon unmöglich!!
Elvis reitet dann mit seinem frisch zugerittenen Pferd davon und siehe
da,unter dem Sattel liegt auf einmal auch eine Decke.Wo kam die denn
plötzlich her?
LG
... wie kann man spaghetti-western mögen und den film GUT finden ...
Ganz einfach, wenn man nicht nur die Klassiker kennt, sondern sich durch Hunderte hindurchgeschaut hat, liegt er im guten Mittelfeld. Vielleicht sogar etwas höher.
Zitat von A. C. van Kuijk
... werde ich ihm die CHARRO!-DVD ausleihen ...
Endlich ist er mit deutscher Tonspur offiziell erhältlich. Habe mich damals auf der Suche nach einer Kopie gnadenlos verlaufen.
Ganz einfach, wenn man nicht nur die Klassiker kennt, sondern sich durch Hunderte hindurchgeschaut hat, liegt er im guten Mittelfeld. Vielleicht sogar etwas höher.
Endlich ist er mit deutscher Tonspur offiziell erhältlich. Habe mich damals auf der Suche nach einer Kopie gnadenlos verlaufen.
@Winston
Einige Fehler habe ich schon im letzten Beitrag aufgeführt.
Was Western allgemein betrifft,kenne ich nicht nur die John Wayne
Klassiker.Wirklich Gute Western die auch der Realtät entsprechen,sind z.B:Open Range,Soldier Blue,Der mit dem Wolf tanzt,Appaloosa und noch einige mehr.
Ich gebe dir Recht, dass Italo-Western nichts mit der Realität zu tun haben. Das sollen sie aber auch nicht. Es ist ein eigenes Kapitel Filmgeschichte. Ich sehe Charro als Italo-Western, denn alleine die Geschichte um den Diebstahl der Kanone ist typisch.
Es spricht führ die Realität der sogenannten modernen Western, dass sie sich Realität auf die Fahne schreiben wollen, aber die Indianer haben sich damals über den ihrer Ansicht nach total "albernen" Wolftanz kaputtgelacht. Mit der Realität ist das so eine Sache.
Western sind amerikanische Heimat- und Märchenfilme. Italo-Western sind die dreckige und blutige Nebenerscheinung, mit ihren eigenen Fans.
Ich dachte 'Der mit dem Wolf tanzt' entstand in zusammenarbeit mit den Cheyenne!?Zumindest standen die Cheyenne dem Filmteam als Berater zur Seite.Ist ja auch egal.
Nochmal zu Italo-Western:Ich muss zugeben das ich den Film 'Zwei glorreiche
Halunken' wirklich Erstklassig finde.Tolle Story,tolle Darsteller.Thumbs up!
Tut mir leid aber Italo Western sind wirklich großer Blödsinn.
In diesen Filmen entspricht aber auch gar nix der Realität.
abgesehen davon, dass wohl kein film dieses genres den status des realismus für sich in beschlag nimmt..
woran genau machst du das fest?
hast du amerikanische geschichte studiert oder wie kommst du zu der aussage
btw:
was haben die john wayne/john ford-streifen mit italo-western zu tun ??
wenn man ... sondern sich durch Hunderte hindurchgeschaut hat, liegt er im guten Mittelfeld. Vielleicht sogar etwas höher.
nö, nicht mal wenn ich alle filme, die den DJANGO-zusatz im titel bekommen haben, als vergleich heranziehe
das problem bei charro ist, dass er stellenweise versucht, (bemüht) witzig zu sein.
das klappt bei nobody-filmen und generell bei den western mit spencer & hill, sonst aber nicht
Zitat von Winston
Endlich ist er mit deutscher Tonspur offiziell erhältlich.
endlich? den gibts doch schon seit jahren auf deutsch
erstmal ist es absoluter unsinn von filmen - per se - realismus zu verlangen.
das ist wirklich schwachsinn hoch drei (sorry)
nun zu winstons frage ob ich meine einwände gegen den film konkretisieren könne.......: ja, kann ich!
charro ist deshalb schlecht weil die handlung wirr, und ein ganz fauler kompromiss aus - wir wagen etwas - und - elvis image muss gewahrt werden - ist.
regie und darsteller (inkl. elvis) spielen unterirdisch und der film ist scheisse inszeniert.
eine bindung zu den figuren der sog. "geschichte" baut man nicht auf, auch schauwerte (ok, elvis mit bart) oder wirklich witzige, actionreiche momente gibt es exakt null in diesem streifen.
der film hat nicht mal trash charme.
ein tiefpunkt in elvis film karriere - auf einer stufe mit dem hassenswerten phs.
auf einer skala von 1 bis 10 - wobei 10 die höchstwertung ist - bekommt der film von mir eine glatte 0. aber nur weil ich heute so gute laune habe
Als ich die DVD in den Player schiebe, halte ich kurz inne und mache mir bewusst, dass Charro zu einer schwierigen Zeit entstand. Amerika wurde von den europäischen Beiträgen zu seiner Master-Disziplin - Western - in beeindruckender Weise geschlagen. Sergio Leone hatte sogar die "Frechheit" in Fords Country - Monument Valley - zu drehen. Dies konnte bei den Kritikern nicht gut ankommen, wenn Mr. Amerika jetzt auf den Zug aufspringt und auch einen Italo-Western beisteuert.
Die Titelmelodie erklingt und der Vorspann greift gelungen die Farbgebung und Motive auf, die ich an den Italos so liebe. Schade, dass nicht die eine oder andere Kirchenglocke oder ein Peitschenknall eingebaut wurde, so wie man es von Ennios Soundtracks liebt. Dafür bietet Elvis ein starkes Lied und er taucht jetzt auch auf.
Elvis hat sich von der skrupellosen Bande, mit der er sein Handwerk ausgeübt hat getrennt und reitet in ein gebeuteltes mexikanisches Dorf ein. Sein aussehen mit dem typischen Hut und dem mexikanischen Hosen überzeugt. Sein Bart zeigt deutlich, ich werde einen anderen Schauspieler sehen. Wohlige Spannungsschauer laufen über meinen Rücken, als Elvis seine Waffengurte auf den Sattel legt und der ängstlichen Bevölkerung mit seinen Händen andeutet, dass er nur einen Whiskey gegen den Staub braucht.
Elvis betritt die Bar und leider fällt die barbusige Prostituierte der Schere zum Opfer. Alleine der Gedanke an diese Begrüßungsszene lässt mich schmunzeln. Hier geht es um harte Dollars und schnellen Sex und nicht um Ehre und Hilfsbereitschaft. Willkommen in Mexiko, Jess Wade! Willkommen im Italo-Western mein lieber Elvis-Fan.
Elvis weiß noch nicht, dass seine Gang unter ihrem miesen Boss Victor French (klasse besetzt), eine außerordentlich wichtige Kanone gestohlen hat und nun von den Polizisten und der Armee gejagt wird. Das typische Dollar-Schatz-Motiv wird hier erfrischend anders angegangen.
In der folgenden spannenden Schießerei wird Elvis überwältigt und anschließend brutal zusammengeschlagen und gefoltert. Die Gang sorgt dafür, dass Elvis als Dieb gejagt wird. Der Bruder von French ist einer der verrückten Typen, die seit Kinski so oft in Italo-Western ihren Platz finden und auch hier gelingt ein vollkommen durchgeknallter Charakter. Allerdings fällt der nun zu häufig eingesetzte Soundtrack inzwischen negativ auf.
Nach einem Intermezzo mit einem Hengst, den Elvis einreitet besucht Elvis seine Ex-Freundin Ina Balin, die ihr verführerisches Aussehen in einer leider geschnittenen Badeszene zur Schau stellt. Endlich einer erwachsene Frau an Elvis Seite, die nicht nur andeutet, was sie zu bieten hat. Gleichzeitig bekommt Elvis für seine anstehenden Gunfights einen neuen Revolver.
Der verrückte Bruder schießt den Ordnungshüter über den Haufen und wird von Elvis dingfest gemacht. Dass alles inklusiver Hommage an Eastwood. Das Zellengitter lässt grüßen. Köstlich! Die Banditen beschießen mit der Kanone die Stadt um den Gefangenen zu befreien. Klassischer Westernstoff mit überraschender Abwandlung. Klassisch auch die feigen ängstlichen Bürger, die Elvis und seinen Gefangenen aus der Stadt raus haben wollen. Im Schlussspurt gelingt Elvis der Sieg inklusive Tod des verrückten Bruders durch die sich lösende und zu Tal rollende Kanone.
Lasse ich einmal die Kritiken, der ach so wissenden Experten (Joe Hembus usw.) außer acht, die mir erzählen wollen, was ich gut zu finden habe, ist dies ein anständiger Italo-Western. Ich habe ihn inzwischen oft und mit Freude gesehen. Unter den Elvis-Filmen hat er sogar einen sehr hohen Wert für mich.
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