Charro

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  • burroughs
    antwortet
    hätte er einen regisseur gehabt, der ihn gefördert hätte..
    einen manager, der ihm gute - zu ihm und seinem talent passende - rollen beschafft hätte..
    und einen schauspiel-lehrer der ihm hätte etwas beibringen können..

    dann hätte aus der FILM karierre durchaus was werden können.. aber so :traurig:

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  • tyrone
    antwortet
    Zitat von burroughs
    von einem GUTEN schauspieler war er allerdings weit entfernt.. zumindest in den filmen, in denen er mitgespielt hat..



    aber im Ernst - bestimmte dinge konnte er sehr gut wie ich meine.

    er hatte ein gutes gespür für komödie, er war auch gut in aggressiven momenten.

    er hatte auch die begabung sich natürlich vor der kamera zu bewegen, klingt einfach, ist es aber nicht.
    und bei einem wirklich guten regisseur der einen film mit visuellen mitteln (kamera/schnitt) erzählt und nicht einfach nur sprechende personen abfotografiert kann das schon fast reichen.

    schlecht war er wenn es romantisch werden sollte, da wirkt er auf mich immer sehr hölzern.

    (hatte statt hölzern erst steif geschrieben - aber ich will ja keine missverständnisse provozieren)

    und natürlich wenn er keinen bock hattealso oft!

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  • burroughs
    antwortet
    Zitat von carsten68
    glaube mir,im schlimmsten fall wird der Mustang dich schwer verletzen oder sogar töten.
    und im besten fall, schaffst du es, oben zu bleiben und ihm klar zu machen, wer das sagen hat.. so what?

    und ja, mag sein, dass elvis kein SCHLECHTER schauspieler war;
    von einem GUTEN schauspieler war er allerdings weit entfernt.. zumindest in den filmen, in denen er mitgespielt hat..

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  • Winston
    Ein Gast antwortete
    Das stimmt in der Realität! Aber warum soll eine Szene in Charro unglaubwürdig und lächerlich sein, die so oder ähnlich in vielen Western zu sehen ist?

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  • carsten68
    antwortet
    Zitat von Winston
    Nun, fassen wir einmal zusammen, warum der Film lächerlich unglaubwürdig sein soll:

    1. Ex-Bandit will einen Ausstieg aus der Bande versuchen. Unglaubwürdig?
    2. Er wird in einem Saloon überwältigt. Unglaubwürdig?
    3. Er wird brutal zusammengeschlagen. Unglaubwürdig?
    4. Er bekommt eine Brandwunde zugefügt. Unglaubwürdig?
    5. Er reitet eine Wildpferd ein. Unglaubwürdig?
    6. Eine Kanone wird gestohlen. Unglaubwürdig?
    7. Schuld wird jemand anderem angehängt. Unglaubwürdig?
    8. Gesetzeshüter wird angeschossen. Unglaubwürdig?
    9. Freund übernimmt den Posten. Unglaubwürdig?
    10. Stadt wird mit einer Kanone beschossen. Unglaubwürdig?
    11. Bürger stellen sich gegen Gesetzeshüter. Unglaubwürdig?
    12. Held und Ex-Geliebte kommen wieder zusammen. Unglaubwürdig?

    hallo Winston,sorry punkt 5 ist leider unglaubwürdig.schon mal einfach so auf einen wilden mustang zugegangen und versucht ihn mit einem rope einzufangen und auch noch festzuhalten und einen sattlel aufzulegen und das ganz alleine?glaube mir,im schlimmsten fall wird der Mustang dich schwer verletzen oder sogar töten.

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  • carsten68
    antwortet
    Zitat von tyrone
    ja, elvis sieht die ganze zeit so aus als wolle er gleich seinen colt ziehen. vermutlich hatte er auch keine ahnung was er in einem film wie diesem sonst mit sich anfangen sollte.

    ich halte elvis übrigens gar nicht mal für einen so schlechten schauspieler.

    mit einigermassen kompetenten regisseuren und drehbüchern die diesen namen auch verdienten hat er immer ordentliche leistungen abgeliefert.

    auch wenn er in seinen ersten drei filmen noch etwas amateurhaft spielt ist er doch faszinierend (präsenz ist das schlüsselwort!)

    und in den von dir genannten filmen sowie auch in einigen anderen streifen zeigt er definitiv talent!

    in ftd etwa spielt elvis unaufgeregt - versucht nicht angestrengt "lustig" zu spielen und bleibt konsequent in seiner rolle. er ist absolut überzeugend - als schauspieler, nicht als elvis!

    in charro ist er grauenhaft.
    ein schlechter Schauspieler war er durchaus nicht.

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  • Winston
    Ein Gast antwortete
    Nun, fassen wir einmal zusammen, warum der Film lächerlich unglaubwürdig sein soll:

    1. Ex-Bandit will einen Ausstieg aus der Bande versuchen. Unglaubwürdig?
    2. Er wird in einem Saloon überwältigt. Unglaubwürdig?
    3. Er wird brutal zusammengeschlagen. Unglaubwürdig?
    4. Er bekommt eine Brandwunde zugefügt. Unglaubwürdig?
    5. Er reitet eine Wildpferd ein. Unglaubwürdig?
    6. Eine Kanone wird gestohlen. Unglaubwürdig?
    7. Schuld wird jemand anderem angehängt. Unglaubwürdig?
    8. Gesetzeshüter wird angeschossen. Unglaubwürdig?
    9. Freund übernimmt den Posten. Unglaubwürdig?
    10. Stadt wird mit einer Kanone beschossen. Unglaubwürdig?
    11. Bürger stellen sich gegen Gesetzeshüter. Unglaubwürdig?
    12. Held und Ex-Geliebte kommen wieder zusammen. Unglaubwürdig?

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  • burroughs
    antwortet
    Zitat von Winston
    Als ich die DVD in den Player schiebe, halte ich kurz inne und mache mir bewusst,
    dass Charro zu einer schwierigen Zeit entstand.

    Die Titelmelodie erklingt und der Vorspann greift gelungen die Farbgebung und Motive auf,
    die ich an den Italos so liebe.

    Dafür bietet Elvis ein starkes Lied und er taucht jetzt auch auf.

    Sein Aussehen mit dem typischen Hut und dem mexikanischen Hosen überzeugt.

    Sein Bart zeigt deutlich, ich werde einen anderen Schauspieler sehen.
    Wohlige Spannungsschauer laufen über meinen Rücken, als Elvis seine Waffengurte auf den Sattel legt..

    Hier geht es um harte Dollars und schnellen Sex und nicht um Ehre und Hilfsbereitschaft.
    Willkommen in Mexiko, Jess Wade! Willkommen im Italo-Western mein lieber Elvis-Fan.

    Das typische Dollar-Schatz-Motiv wird hier erfrischend anders angegangen.

    Der Bruder von French ist einer der verrückten Typen, die seit Kinski so oft in Italo-Western ihren Platz finden
    und auch hier gelingt ein vollkommen durchgeknallter Charakter.

    Klassischer Westernstoff mit überraschender Abwandlung.

    Lasse ich einmal die Kritiken außer acht, ist dies ein anständiger Italo-Western.
    Ich habe ihn inzwischen oft und mit Freude gesehen.
    Unter den Elvis-Filmen hat er sogar einen sehr hohen Wert für mich.
    hoffentlich liest das niemand, der CHARRO noch nicht gesehen hat.. er könnte nämlich massiv enttäuscht werden;
    denn das, was du dir hier zusammendichtest klingt tatsächlich nach einem zumindest halbwegs brauchbaren Spaghetti-western made in US of A

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  • tyrone
    antwortet
    Zitat von A. C. van Kuijk
    Der Film ist langweilig ohne Ende und Elvis ist -abgesehen von der Branding-Szene- Lichtjahre von seinen Leistungen in KING CREOLE oder FLAMING STAR entfernt. :traurig:
    ja, elvis sieht die ganze zeit so aus als wolle er gleich seinen colt ziehen. vermutlich hatte er auch keine ahnung was er in einem film wie diesem sonst mit sich anfangen sollte.

    ich halte elvis übrigens gar nicht mal für einen so schlechten schauspieler.

    mit einigermassen kompetenten regisseuren und drehbüchern die diesen namen auch verdienten hat er immer ordentliche leistungen abgeliefert.

    auch wenn er in seinen ersten drei filmen noch etwas amateurhaft spielt ist er doch faszinierend (präsenz ist das schlüsselwort!)

    und in den von dir genannten filmen sowie auch in einigen anderen streifen zeigt er definitiv talent!

    in ftd etwa spielt elvis unaufgeregt - versucht nicht angestrengt "lustig" zu spielen und bleibt konsequent in seiner rolle. er ist absolut überzeugend - als schauspieler, nicht als elvis!

    in charro ist er grauenhaft.

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  • carsten68
    antwortet
    Zitat von burroughs
    abgesehen davon, dass wohl kein film dieses genres den status des realismus für sich in beschlag nimmt..
    woran genau machst du das fest?
    hast du amerikanische geschichte studiert oder wie kommst du zu der aussage

    btw:
    was haben die john wayne/john ford-streifen mit italo-western zu tun ??
    @burroughs,
    nein ich habe keine amerikanische geschichte studiert.ich würde sagen,
    ich kenne micht ein wenig aus was den amerikanischer bürgerkrieg,
    den 'wilden' westen und auch die vernichtung der amerikanischen prärie-
    indianer betrifft.wenn ich mir also einen guten alten western im tv
    anschaue,bleibt eine persönliche zensur von mir leider nicht aus.
    der vergleich wayne/ford streifen vs. italo-wetsern kam nicht von mir!

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Winston
    DU findest ihn langweilig, ICH nicht!.
    Ich spreche grundsätzlich nicht im Namen der gesamten Menschheit, sondern ausschließlich im eigenen Auftrag. DEINE Meinung ist für MEINE Postings nicht relevant.

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  • Harty
    antwortet
    angeblich gibt es laut Tunzi (habe es mal irgendwoe gelesen) von Charro eine ungeschnittene Version mit mehr GEwalt und Action, die wurde aber nie freigegeben.

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  • Winston
    Ein Gast antwortete
    Zitat von A. C. van Kuijk
    ... Der Film ist langweilig ohne Ende ...
    DU findest ihn langweilig, ICH nicht!

    Schwer zu sagen, was der Film denn nun IST. Das Wort "Ist" wird hier IMO etwas leichtfertig verwendet.

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Der Film ist langweilig ohne Ende und Elvis ist -abgesehen von der Branding-Szene- Lichtjahre von seinen Leistungen in KING CREOLE oder FLAMING STAR entfernt. :traurig:

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  • Winston
    Ein Gast antwortete
    Als ich die DVD in den Player schiebe, halte ich kurz inne und mache mir bewusst, dass Charro zu einer schwierigen Zeit entstand. Amerika wurde von den europäischen Beiträgen zu seiner Master-Disziplin - Western - in beeindruckender Weise geschlagen. Sergio Leone hatte sogar die "Frechheit" in Fords Country - Monument Valley - zu drehen. Dies konnte bei den Kritikern nicht gut ankommen, wenn Mr. Amerika jetzt auf den Zug aufspringt und auch einen Italo-Western beisteuert.

    Die Titelmelodie erklingt und der Vorspann greift gelungen die Farbgebung und Motive auf, die ich an den Italos so liebe. Schade, dass nicht die eine oder andere Kirchenglocke oder ein Peitschenknall eingebaut wurde, so wie man es von Ennios Soundtracks liebt. Dafür bietet Elvis ein starkes Lied und er taucht jetzt auch auf.

    Elvis hat sich von der skrupellosen Bande, mit der er sein Handwerk ausgeübt hat getrennt und reitet in ein gebeuteltes mexikanisches Dorf ein. Sein aussehen mit dem typischen Hut und dem mexikanischen Hosen überzeugt. Sein Bart zeigt deutlich, ich werde einen anderen Schauspieler sehen. Wohlige Spannungsschauer laufen über meinen Rücken, als Elvis seine Waffengurte auf den Sattel legt und der ängstlichen Bevölkerung mit seinen Händen andeutet, dass er nur einen Whiskey gegen den Staub braucht.

    Elvis betritt die Bar und leider fällt die barbusige Prostituierte der Schere zum Opfer. Alleine der Gedanke an diese Begrüßungsszene lässt mich schmunzeln. Hier geht es um harte Dollars und schnellen Sex und nicht um Ehre und Hilfsbereitschaft. Willkommen in Mexiko, Jess Wade! Willkommen im Italo-Western mein lieber Elvis-Fan.

    Elvis weiß noch nicht, dass seine Gang unter ihrem miesen Boss Victor French (klasse besetzt), eine außerordentlich wichtige Kanone gestohlen hat und nun von den Polizisten und der Armee gejagt wird. Das typische Dollar-Schatz-Motiv wird hier erfrischend anders angegangen.

    In der folgenden spannenden Schießerei wird Elvis überwältigt und anschließend brutal zusammengeschlagen und gefoltert. Die Gang sorgt dafür, dass Elvis als Dieb gejagt wird. Der Bruder von French ist einer der verrückten Typen, die seit Kinski so oft in Italo-Western ihren Platz finden und auch hier gelingt ein vollkommen durchgeknallter Charakter. Allerdings fällt der nun zu häufig eingesetzte Soundtrack inzwischen negativ auf.

    Nach einem Intermezzo mit einem Hengst, den Elvis einreitet besucht Elvis seine Ex-Freundin Ina Balin, die ihr verführerisches Aussehen in einer leider geschnittenen Badeszene zur Schau stellt. Endlich einer erwachsene Frau an Elvis Seite, die nicht nur andeutet, was sie zu bieten hat. Gleichzeitig bekommt Elvis für seine anstehenden Gunfights einen neuen Revolver.

    Der verrückte Bruder schießt den Ordnungshüter über den Haufen und wird von Elvis dingfest gemacht. Dass alles inklusiver Hommage an Eastwood. Das Zellengitter lässt grüßen. Köstlich! Die Banditen beschießen mit der Kanone die Stadt um den Gefangenen zu befreien. Klassischer Westernstoff mit überraschender Abwandlung. Klassisch auch die feigen ängstlichen Bürger, die Elvis und seinen Gefangenen aus der Stadt raus haben wollen. Im Schlussspurt gelingt Elvis der Sieg inklusive Tod des verrückten Bruders durch die sich lösende und zu Tal rollende Kanone.

    Lasse ich einmal die Kritiken, der ach so wissenden Experten (Joe Hembus usw.) außer acht, die mir erzählen wollen, was ich gut zu finden habe, ist dies ein anständiger Italo-Western. Ich habe ihn inzwischen oft und mit Freude gesehen. Unter den Elvis-Filmen hat er sogar einen sehr hohen Wert für mich.

    6 von 10 Kudos

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