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Ja war er aber in seinen Filmen kommt das meiner Meinung nach etwas tollpatschig rüber. Ist für mich eher Blödelei als Humor.
das ist dann wahrscheinlich wieder subjektive wahrnehmung und kommt stark auf den EIGENEN humor an
[abgesehen davon, dass das humoristische fach mMn ein schwierigeres ist als das dramatische. aber ich glaub das führt jetzt schon zu weit ]
das ist dann wahrscheinlich wieder subjektive wahrnehmung und kommt stark auf den EIGENEN humor an
Recht hast du.
...abgesehen davon, dass das humoristische fach mMn ein schwierigeres ist als das dramatische...
Da habe ich jetzt gerade zum ersten mal drüber nachgedacht. Und ich denke auch, dass es schwieriger ist, witzig zu sein.
Zwar kommen dramatische Handlungen bezüglich ihrer Intensität beim Zuschauer unterschiedlich an, aber mMn ist die Bandbreite des Geschmacks bei Humor wesentlich größer.
Merkt man schon an diesen kleinen Videos, die gerne über whattsapp verschickt werden. Manche Menschen lächeln nur müde, während andere entsetzt reagieren und die dritten sich auf die Schenkel schlagen.
da gehts aber dann nicht um den - persönlichen - geschmack sondern um gefühle.
und bewiesenermassen (da gibts einige studien dazu) reagiert der mensch schneller / leichter betroffen als amüsiert..
Ich habe gelesen, dass er relativ stolz war auf Love me Tender, weil er ein Neuling am Set war und sich wohl recht geschickt angestellt hat. Er ist von Kollegen oft gelobt worden wegen seines Talents und seiner Disziplin. Zu der Zeit hatte er ja auch noch Hoffnung auf etwas großartiges in Hollywood.
Weiterhin ist überliefert, dass er King Creole gut fand, aufgrund der Dramatik denn da wollte er ja hin.
Einige Filme fand er schon beim Lesen des Drehbuches so bescheuert, dass er Wochen vor Drehbeginn depressive Verstimmungen zeigte.
Spätere Filme hat er sich selbst noch nicht einmal angesehen. Und Loving You konnte er nach dem Tod seiner Mutter nicht mehr ertragen.
Nachdem er seine Filmphase längere Zeit hinter sich gelassen hatte, hat er alle Filme in einen Topf geschmissen und drauf geschimpft.
Ich persönlich verstehe nicht, warum er z.B. Change Of Habit oder Live A Little, Love A Little nicht als bessere Filme herausgestellt hat. Zumindest habe ich bisher in keinem Buch gelesen, dass er mit diesen Filmen zufriedener war. Aber ich denke, das hätte er sein können!
Vielleicht hat aber Hollywood insgesamt bei ihm einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.
Bei den Dreharbeiten zu seinem letzten oder vorletzten Film (weiß nicht mehr genau) soll er zu einer Kollegin gesagt haben, dass er Hollywood den Rücken kehren will, da die ganze Stadt über ihn lache. Bei diesem Gespräch sei er in einer sehr traurigen Stimmung gewesen.
Bezeichnend finde ich auch seinen Umgang mit den Filmkritiken. Es wird beschrieben, dass ihn negative Kritik sehr belasted hat. Positives Feedback hat er jedoch nicht angenommen und seine negative Ansicht über diverse Filme beibehalten.
Danke für Deine interessanten Überlegungen, Mrs. Pres!
Auf seinen letzten Film konnte Elvis in der Tat stolz sein, das meine ich auch. Folglich meinte er mit der pessimistischen Bemerkung womöglich den Chautauqua-Film, dessen Story mit Sicherheit mehr hergegeben hätte als für eine lahme Komödie. Auch die schnelle Schnittfolge und Effekte beim Vortrag von Clean Up Your Own Backyard haben in gewisser Weise schon damals an einen modernen Videoclip erinnert.
In LAL, LAL sah er zwar sehr gut aus, doch der Film selbst ist mMn nur wegen der zwei, drei erstklassigen Filmtitel relevant; die Story schließt nahtlos an die Musicals ab '65 an.
Okay, die wohltuenden Außenaufnahmen haben natürlich auch ihren Reiz!
Leider kann ich da nicht mitreden, weil ich noch nicht alle Filme gesehen habe.
Ich sehe in einigen Filmen, die ich bisher gesehen habe, immer einen anderen Elvis.
Love Me Tender: einen hochkonzentrierten und hochmotivierten Elvis, der, trotzdem er nicht unbedingt die Hauptrolle inne hatte, großartig mitspielt. Für einen Anfänger schon ziemlich gut.
King Creole: er wirkt hier schon um einiges erfahrener und streckenweise extrem cool. MMn. gelingt es ihm nicht so gut, den "Hartherzigen" zu spielen. Kann aber an mir persönlich liegen - iwie nehme ich ihm das nicht so richtig ab
(Bevor ich mich vertue, in King Creole nimmt er doch das Mädel mit in dieses Etablissement und erzählt ihr etwas von einer Party, oder?)
Blue Hawaii: hier empfinde ich ihn superrelaxed und wirklich gut gelaunt. Er hat keine Hemmungen und spielt einfach drauf los.
LAL,LAL: die story: wie immer. Aber der Film hat Spaß gemacht, weil er es auch hier schafft, witzig zu sein, obwohl man weiß, wie wenig Bock er auf den Dreh hatte.
Zu den anderen von mir gesehenen Filmen fällt mir jetzt nichts besonderes ein.
Meine Tochter, die null Ahnung von Elvis hat, hat mit mir Roustabout geschaut. Sie sagte, dass er in der Rolle des "Halbstarken " nicht überzeugt.
Ich stelle fest, dass es mir schwerfällt, seine Rollen zu beurteilen, wenn es auch nur mein persönliches Urteil sein soll
Wenn Hintergrundwissen so present ist wie bei mir z.Zt., verwischen die Grenzen zwischen dem Schauspieler und der Privatperson. Ich kann irgendwie nicht objektiv sein.
Wenn ich z.B. weiß, dass er was mit dem Co-Star hatte, glaube ich die gespielte Liebe eher, als wenn ich weiß, dass sie sich nicht mochten oder nur gute Kollegen waren oder er sogar Angst vor ihr hatte. Das gleiche gilt für seine Motivation. Wenn ich weiß, dass er den Film blöd fand, meine ich, ihm das ansehen zu können. Ist jetzt halt so
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