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"Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei Gedanken." (Platon)
Ich war gerade 3 1/2 Wochen von Australien bis Seattle unterwegs auf einem "USA" Schiff (die sind ja unter anderer Flagge unterwegs wg. der Steuern etc., Firmenzentrale ist in den USA). Ich hatte an den Hawaii-Tagen Elvis-Shirts an. Ich wurde darauf sehr oft angesprochen, und zwar ausschließlich positiv.
Auf hatte ich eine private Tour auf Oahu gebucht, auch dort nur positive Resonanz über mein Shirt.
Die Frau, die ich gebucht hatte, erzählte u. a., wie sehr Elvis auch heute noch auf Hawaii geliebt wird. Kann ich natürlich nicht beurteilen, aber wenn ich bei uns mal ein Elvis Shirt trage, dann reagieren die Leute jedenfalls nicht so (oder eher schnippisch..- Wie im Kino bei Epic, als ich meine Elvis Tasche dabei hatte und jemand seine Begleitung darauf hinwies. Diese dann:"Meine Tasche ist aber aus "XYZ" - von dem "XYZ"-Treffen", als ob das ein Wettbewerb sei, wer welchen Merch woher hat und wer der wahre und einzige Fan ist...).
Btw, es waren sehr viele Australier an Bord (mehr als die Hälfte). Wir saßen abends fast immer mit 4 von ihnen an unserem Tisch. Auch dort war Elvis sehr beliebt. Ein Mann einen Platz neben mir von ca. Mitte 40 kannte sehr viele Filme von ihm, hat mich damit schon beeindruckt. Eine Frau (ebenfalls an unserem Tisch) traf damals Austin Butler im Café, als "Elvis" dort gedreht wurde. Ein weiteres Paar (deutsch) hatte ihn '72 live gesehen. Das war schon sehr interessant.
LG
Moni
"Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei Gedanken." (Platon)
Das ist schön
Bei uns reagieren die meisten ablehnend oder irritiert.
Die wenigsten erkennen auch seine Lieder.
Für "Epic" lief gar keine Werbung. Wäre das ein Beatles Konzert, liefe Werbung rauf und runter.
Aber Elvis gilt leider immer noch als Kitsch.
Ich weiß nicht woran das liegt das der Künstler Elvis hier so einen geringen Stellenwert hat.
Das freut mich für dich, Moni, dass du da so positive Erlebnisse hattest. Ich denke, dass Elvis durch das Satelliten-Konzert in Hawaii bis heute einen anderen Stellenwert hat. Auch sein Engagement für die USS Arizona wird dadurch beitragen.
Ich hatte bisher eigentlich auch nur positive Erfahrungen, wenn jemand mitbekam, dass ich Elvis-Fan bin. Wurde schon öfter auf die TCB-Kette angesprochen. Aber wie gesagt, war es eigentlich immer positiv.
Die bekanntesten Songs kennen viele. Aber ich hab z.B. bei EPiC gemerkt, dass meine Freundin, die kein Fan in dem Sinn ist, viele Songs nicht kannte. Im Radio hört man eben kein Polk Salad oder Songs aus TTWII.
Dass Elvis einen geringeren Stellenwert als die Beatles hat, könnte ich nicht sagen. Hab erst gestern in The Kings World gelesen, dass EPiC erfolgreicher als der Beatles Film 2016 war.
Zitat aus TKW: Nach gegenwärtigem Stand der Dinge hat „EPIC“ jedenfalls ein bisheriges Gesamteinspielergebnis von 23,5 Millionen US-Dollar erreicht, wovon 13,6 Millionen alleine in den USA zusammenkamen und 9,9 Millionen auf die übrige Welt entfielen. Für einen Dokumentarfilm ist dies ein ganz hervorragendes Ergebnis, welches die Bilanz einer ähnlichen Produktion aus der jüngeren Vergangenheit bei Weitem übertrifft: Im Jahr 2016 spielte der Dokumentarfilm „Eight Days A Week – The Touring Years“ von Ron Howard über die Tourneen der legendären britischen Band „The Beatles“ 12,3 Millionen US-Dollar ein, womit „EPIC – Elvis Presley In Concert“ fast doppelt so erfolgreich an den Kino-Kassen war wie der „Beatles“-Film.
4 Dinge hat Amerika der Welt gegeben: Baseball, Mickey Mouse, Coca Cola und ELVIS PRESLEY(Jerry Hopkins)
Bei uns reagieren die meisten ablehnend oder irritiert.
Die wenigsten erkennen auch seine Lieder.
Aber Elvis gilt leider immer noch als Kitsch.
Ich weiß nicht woran das liegt das der Künstler Elvis hier so einen geringen Stellenwert hat.
Ich finde, es ist mit den Jahren sehr viel besser geworden, was den Stellenwert betrifft. Ich wurde als Teenager noch belächelt, dass ich Elvis Fan bin, deshalb habe ich es irgendwann nicht mehr nach außen getragen. Elvis war sehr viel mehr Reizfigur. Für einige war es der Erdnussbutter-Bananen-Sandwich-(Fr..)Esser, den sie gerne lächerlich machten, für andere der King of Cover, für nicht wenige war er ein Rassist (Gerücht hält sich immer noch, aber nimmt zum Glück stetig ab) und für wiederum andere ist der ein "Groomer", der sich an eine 14Jährige heran machte...
Mittlerweile hat sich das o. g. in meinen Augen gebessert. Dazu beigetragen haben Dokumentationen wie "Elvis and the black Community" etc., die bei Youtube zu sehen sind und unter kritischen Aussagen, Elvis sei ein Rassist gewesen, eigentlich immer verlinkt werden. Zuletzt hat natürlich der Elvis Film von 22 mitgeholfen, das Elvis-Bild in einem anderen Licht zu zeigen (auch, wenn der Film geschönt ist, was man auch kritisch sehen kann).
In diesem Zusammenhang finde ich Reaction-Videos zu seinen Songs immer höchstinteressant. Es gibt nicht wenige Youtuber, die sich auf eine Elvis-Reise begaben und überrascht waren, wie gut er war und wie einzigartig.
Früher hatte ich ständig nur Negatives lesen müssen, das ist nun umgekehrt. Aber in Deutschland ist man sehr verhalten, da wird man eben nicht auf der Straße angelacht und angesprochen, weil man ein Elvis-Shirt trägt.
Btw. In meinem Umfeld haben tatsächlich mehrere Elvis Shirts, weil sie ihn einfach cool finden. Kitschig findet ihn eigentlich niemand. Kitschig finde ich selbst vor allem die Imis (und einige Fanartikel).
Dass Elvis einen geringen Stellenwert hat, das denke ich nicht, nicht in der Allgemeinheit. Aber es ist anscheinend doch cooler, Beatles Fan oder Rolling Stones Fan zu sein (so zumindest hat man das Gefühl bei manchen Medien). Dass das so ist, dazu hat bspw. das Magazin "Rolling Stones" beigetragen. Was die schon für eine Scheiße geschrieben haben... Manchmal habe ich das Gefühl, man könnte das ein wenig gleichsetzen mit der Meinung von Donald Trump, der mal behauptete, Republikaner seien alle dumm... So ähnlich fühlte ich mich oft beim Lesen der Rolling Stones Artikel. Elvis Fans sind halt die einfach gestrickten, denen braucht man nicht viel Beachtung zu schenken, ganz anders die intellektuellen Beatles Fans etc. Das scheint sich mit EPIC nun auch etwas gewandelt zu haben. Endlich wurde mal ausschließlich positiv berichtet.
LG
Moni
"Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei Gedanken." (Platon)
Ich weiß nicht, ob das Klischee dass Elvis dumm und kitschig ist sogar durch diese ganzen Imitatoren kommt. Manche machen es ja ganz gut. Aber da laufen auch wirklich gruselige Gestalten rum.
Und was zu diesem angeblichen Rassisten und "Priscilla war erst 14" noch dazu kommt ist "Der hat seine Songs nicht selber geschrieben" im Gegensatz zu den ach so intelligenten Beatles. Bei Sinatra scheint das nicht zu interessieren, dass der auch nichts selber geschrieben hat.
Die Meinung des Rolling Stone zu Elvis hat sich zum Glück schon ein wenig geändert.
Von der Hand zu weisen ist einiges dann aber doch nicht. Die Beatles haben ab einen bestimmten Zeitpunkt ihre Musik verändert und sind komplexer geworden. Mir würde kein Elvis-Album einfallen, das ähnlich "schräg" ist wie z.B. Sgt. Pepper oder das "Weiße Album". Da sind schon Dinge dabei, die ein paar Leute strapazieren können, deshalb ist dort sicherlich ein anderer Typ Hörer dabei. Elvis wollte sowas gar nicht, er war einfacher gestrickt. Daher ist es in meinen Augen auch blödsinnig, Elvis oder z.B. die Beatles zu vergleichen.
Hinzu kommt sicher auch das Gesamtbild. Die Beatles haben sich im Laufe ihrer Karriere entwickelt, sind komplexer geworden und haben nicht wirklich schlechte Platten gemacht. Elvis war am Anfang der Rebell und hat sich zum Ende hin selber demontiert. Dieses CBS-Special hat schon gewaltig Schuld an dem Bild, das ist bei vielen hängengeblieben ist. Hinzu kommen die Soundtracks und viele Songs, die eben in späteren Zeiten, als es spezielle Musikpresse gab und andere politische Themen oder Probleme in ihre Aufnahmen packten, nicht mehr mithalten konnten. Das Musikbusiness hat sich Mitte der 60er Jahre sehr verändert, Elvis aber nicht unbedingt, auch wenn er es geschickt geschafft hat, um die Konkurrenz herum zu schippern. Aber er war vielleicht (noch) nicht mutig genug, auf bestimmte Züge aufzuspringen oder mit der Zeit zu reisen. Aber das Schicksal traf Elvis nicht allein, Johnny Cash z.B. war irgendwann auch komplett abgemeldet und wurde erst in den 90er Jahren plötzlich der Superstar, weil er einen anderen Weg einschlug.
Mir hat mal jemand erzählt, dass Elvis in den 70ern langweilig war, weil er nur alte Country-Songs aufgenommen hat. Ist ja nicht ganz falsch...und hätte Elvis (und auch RCA und sein Management) einen anderen Weg eingeschlagen, z.B. versuchen, sich der Moderne anzupassen (Stax hätte mit etwas mehr Motivation - vorallem im July 73 ein starkes Ergebnis in Richtung Funk liefern können) oder mehr zeitgenössisches ins Programm zu nehmen (es waren immer Songs dabei) oder den alten Hits mehr Sorgfalt zukommen zu lassen, würde man ihn eventuell anders sehen.
Und nun muss man aber auch die Fans mal anschauen. Es wird ein Live-Video von Elvis bei Instagram gepostet und schon stehen lauter Herzchen darunter oder " Ich liebe ihn so sehr" etc. Bei anderen Künstlern wird über die Qualität des Auftritts oder des Songs diskutiert. Außerdem hört man aus dem Elvis-Lager häufiger, dass neben Elvis nichts anderes geht und Elvis sowieso der Allergrößte ist. Da sind Fans anderer Künstler deutlich freundlicher (ich diskutiere mit Black-Metal-Hörern lieber über Elvis als mit Elvis-Fans über die Beatles).
Ich interessiere mich für so ziemlich jede Musikrichtung und es gibt immer wieder neues zu entdecken und ich kann die Kritik an Elvis einiger Leute durchaus verstehen. Und auch wenn ich selber sage, dass die Beatles (oder auch andere) möglicherweise die besseren Musiker sind und qualitativ besseres abgeliefert haben, kehre ich trotzdem immer zu Elvis zurück. Ich höre die Konzerte der 70er, die (in meinen Ohren überwiegend langweiligen) Soundtracks, die alten Country-Kamellen und dann bin ich in meiner Musikwelt zu Hause....der Rest wird von mir nur besucht. Elvis erreicht mich eben mehr als andere, manchmal macht auch Jailhouse Rock 1976 Spaß.
Und ich habe es schon im entsprechenden Thread geschrieben, EPIC hat mich eiskalt erwischt und ich hätte nie gedacht, dass Elvis mich nochmal so berühren würde.
Die paar Artikel im Rolling Stone Magazin, die ich über Elvis gelesen habe, waren meistens eher negativ und mit nicht passenden Bildern "geschmückt."
Ob und wie weit Elvis im Gegensatz zu den Beatles oder anderen Künstlern seine Musik geändert hat, kann ich nicht beurteilen. Ich war vor Elvis von niemand Fan und Elvis Fan bin ich auch erst seit 2007. Ich kenne von anderen Sängern/Künstlern nur die gängigsten Titel und das von dir angesprochene Alben Sgt. Pepper oder das Weiße Album kenne ich nicht mal. Die späten Songs von Johnny Cash gefallen mir auch nicht wirklich.
Den späten 70er Elvis mag ich auch nicht so sehr, seit ich alles von ihm kenne. Ich finde seine Stimme und auch viele seiner Film-Songs einfach schön, egal ob sie wertvoll oder Schrott sind. Naja, Mc. Donalds z.B. nicht unbedingt
Mein Musikgeschmack ist auch breit gefächert, aber die Musik der 50er und 60er Jahre haben es mir besonders angetan. Und Elvis steht einfach an erster Stelle
Und EPiC habe ich 4 x gesehen und ich fand es einfach großartig
4 Dinge hat Amerika der Welt gegeben: Baseball, Mickey Mouse, Coca Cola und ELVIS PRESLEY(Jerry Hopkins)
Da haben wir was gemeinsam.
Den Rockabilly Cash mag ich auch lieber wie die späten Jahre.
Auch die Stimme.
Es wäre interessant gewesen zu wissen wie Elvis Stimme in "alt" geklungen hätte.
Genauso wie seine weitere musikalische Entwicklung.
Epic hatte ich jetzt mittlerweile auch daheim bestimmt schon 4 oder 5 mal gesehen. Bald noch mehr wie den Butler Film.
Ich mag alles von Elvis.
50, 60 und 70.
Er hatte eine weitaus längere Karriere wie die Beatles.
Die britische Musikpresse ist wesentlich netter zu Elvis als die deutsche. Aber immerhin kommt der 50er Elvis im Rolling Stone eigentlich ganz gut weg (und es gab ja auch schon mal eine beigelegte Single).
Wichtig ist, was einem selber gefällt. Da sollte man sich nicht darüber ärgern, was andere sagen oder schreiben. Ich mag z.B. Country Musik sehr gerne (vorallem bis in die 70er Jahre), was ich da manchmal für Blicke bekomme, wenn ich das äußere....da denkt der Deutsche vermutlich an Truck Stop und schon ist man unten durch
Elvis: Colonel, ich will unbeding nach Europa! Parker: Nee Elvis, dort gibt es nicht so schöne Turnhallen wie hier.
Ich glaube bei Elvis zählt einfach das Gesamtpaket. Ich habe mich so intensiv nur mit Elvis beschäftigt. Das geht über Musik und Filme hinaus. Von den Beatles finde ich auch ein paar Lieder gut. Und als ich früher als Kind Kassetten von den Schallplatten meiner Eltern aufgenommen habe war irgendwie immer "Yesterday" mit drauf.
Bei Elvis kam alles auf einmal. Musik und die Filme. Ich habe bis heute keinen Beatles Film komplett gesehen. Kannte aber schon in der Grundschule "Blue Hawaii", "G.I. Blues" und noch paar andere. Elvis war damals der perfekte Märchenprinz für mich. Und meine Mutter hatte zudem einen Bildband. Was ich sagen will, Elvis hat mich komplett erwischt.
Und später habe ich mich dann intensiv mit seinem Privatleben beschäftigt. Mache ich bei anderen Sängern und Bands auch nicht. Da weiß ich wer Yoko Ono ist und June Carter Cash,aber sonst? Bei Elvis "kenne" ich die Familie, seine Freundinnen, seine Band, seine Mafia und seinen Friseur. Manchmal wird es mir unheimlich weil ich alles mit Elvis in Verbindung bringe. Eine gedankliche Elvis Blase irgendwie. Ich weiß natürlich, dass den meisten nicht ständig Elvis im Kopf rumschwirrt.
Viele erkennen bei unbekannten Liedern seine Stimme vielleicht gar nicht.
Warum gilt Elvis als kitschig?
Ich glaube diese gruseligen Imitatoren haben da viel dazu beigetragen. Es mag gute geben, allerdings auch viele schlechte.
Kritik von anderen:
"Hat seine Songs nicht selber geschrieben"
Ja und? Sinatra auch nicht. Und Pavarotti hat auch keine Oper komponiert.
Dann dieses leidige Thema Elvis sei Rassist gewesen. Damit hat Gott sei Dank Buz Luhrmann entgegen gewirkt.
Elvis hat sich natürlich politisch kaum bis gar nicht geäußert. Aber ist er deswegen gleich Rassist?
"Priscilla war erst 14".
Ja. Elvis lernte sie mir 14 kennen. Sex hatten beide laut Priscilla erst als sie volljährig war.
Ich glaub ihr das halt.
Meint ihr, dass außerhalb der Elvis Fanwelt überhaupt jemand das CBS Special kennt?
Ich habe es auch erst später entdeckt, und zwar auf YouTube.
Das gab's doch nirgends zu sehen. Im Gegensatz zu den ganzen Elvis Filmen früher. Jetzt kommen die auch nicht mehr im TV.
Vielleicht hätte Elvis sich später auch neu erfunden und weiterentwickelt. Aber die Chance hat er nicht mehr bekommen
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