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gast-20090521 03.03.2008 06:40

Der Text besteht aus längst widerlegten Lügenmärchen, verdrehten oder gar unwahren Fakten und haltlosen Vermutungen; das alles garniert mit absoluter Ahnungslosigkeit über die Unterhaltungsbranche.

Würde hier ein solcher Text über Elvis gepostet, dann würde sich jeder sofort anschließen, wenn den jemand als einem Haufen gequirlter Scheiße bezeichnen würde. Aber bei Parker ist das okay, den kann man ja mit Dreck bewerfen.

Schade, dass die meisten Fans immer noch nicht erkannt haben, dass es sich bei der herausragenden und einmaligen Karriere des Elvis Presley nicht um eine Einzelleistungen, sondern um eine perfekte Teamarbeit handelte.

gast-20100118 03.03.2008 12:54

Zitat:

Zitat von MusicMan (Beitrag 366842)
Dieser Schwachsinn entlarvt sich selber.

Spiegelartikel zum Thema 'Elvis' kann man in der Tat allermeistens getrost ignorieren.

gast-20100125 03.03.2008 16:12

Zitat:

Zitat von MusicMan (Beitrag 370332)

Schade, dass die meisten Fans immer noch nicht erkannt haben, dass es sich bei der herausragenden und einmaligen Karriere des Elvis Presley nicht um eine Einzelleistungen, sondern um eine perfekte Teamarbeit handelte.

... das stimmt sicherlich - bis zu einem bestimmten Grade. Wie jemand schon geschrieben hat: er war Segen und Fluch für Elvis. Ich denke, daß er sehr früh erkannt hat, was für ein riesiges Talent Elvis hatte und was man daraus machen konnte. Allerdings war er meiner Meinung nach sehr money-minded.
Und ganz bestimmt hat er darauf geschaut, daß nicht nur Elvis, sondern auch
seine Brieftasche gut gefüllt war - ich denke nur an die 50%-ige Beteilung!
Wie man ja in diversen Büchern lesen kann, wollte ihn Elvis ja schon einmal als
Manager feuern, aber als er die Rechnung vom Col. für seine Dieste/Auslagen ect. bekam, war nichts damit. Sicherlich hat er "seinen Jungen" gemocht. Aber wer liebt seinen "Gold-Esel" nicht.....
Ich bin der Meinung, daß der Col. ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr zeitgerecht war. Seine Geschäftspraktiken bzw. die Art, wie er Verträge abschloß, da hat ihn die Zeit eventuell überrollt. Elvis wollte ihn ja nach seinen letzten Tourneen duch den Assistenten ersetzten - kam aber nicht mehr dazu. Aber die Wahrheit kennen sowieso nur die Beteiligten und wir können - wie immer - nur mutmaßen oder anhand der bekannten Fakten
uns eine spekulative Meinung bilden. ;-)

gast-20090521 03.03.2008 16:29

Zitat:

Zitat von Linda JnB (Beitrag 370575)
... das stimmt sicherlich - bis zu einem bestimmten Grade. Wie jemand schon geschrieben hat: er war Segen und Fluch für Elvis.

Nein, nur Segen, denn er hat es selbst an einem Punkt, wo Elvis nichts mehr zu leisten im Stande war, geschafft, ihn oben zu halten.

Zitat:

Allerdings war er meiner Meinung nach sehr money-minded.
Richtig. Wäre er nicht so gewesen, wäre er ein schlechter Manager gewesen. Immerhin ist das - und nichts anderes - die Aufgabe eine Managers.

Zitat:

Und ganz bestimmt hat er darauf geschaut, daß nicht nur Elvis, sondern auch
seine Brieftasche gut gefüllt war - ich denke nur an die 50%-ige Beteilung!
Die der dankbare Elvis ihm wohlgemerkt aufgedrängt hat. Parkers ursprüngliche Beteiligung lag bei 25%, und das ist branchenüblich.

Zitat:

Wie man ja in diversen Büchern lesen kann, wollte ihn Elvis ja schon einmal als
Manager feuern...
Ja, einmal in 22 Jahren. Nenn mir eine Partnerschaft/Ehe/Freundschaft, in der es in 22 Jahren nicht einmal einen heftigen Streit gab. Das ist normal! Entscheidend ist aber, dass es dann doch nicht zur Trennung kam.

Zitat:

...aber als er die Rechnung vom Col. für seine Dieste/Auslagen ect. bekam, war nichts damit.
Nur ein Gerücht, da bei dem tatsächlichen Gespräch zwischen Elvis und Parker niemand dabei war.
Und selbst wenn es so gewesen wäre, hätte Parker Recht gehabt. Wenn ein Künstler einen Managementvertrag vorzeitig auflösen will, ohne einen triftigen Grund, dann muss er halt Schadensersatz (Ausfälle etc.) bezahlten. Das ist normal so, und auch völlig zu Recht. Von den Verträgen, die der alte Manager herangezogen hat, muss er auch nach (unbegründeter) Auflösung des Vertragsverhältnisses profitieren, da die Arbeit ja geleistet wurde. Aktuelle Beispiele: Yvonne Catterfeld und Nena.

Zitat:

Sicherlich hat er "seinen Jungen" gemocht. Aber wer liebt seinen "Gold-Esel" nicht.....
Was ist daran verkehrt? Damit war er ehrlicher als alle anderen um Elvis herum.

Ist es neuerdings bei einer Geschäftsbeziehung Pflicht, seine Geschäftspartner auch privat zu lieben? Dann hätte ich aber eine Menge zu tun...

Zitat:

Ich bin der Meinung, daß der Col. ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr zeitgerecht war.
Warum? Diese Behauptung hört man oft, aber bisher konnte sie noch nie jemand mit einem einzigen Fakt, der einer branchenüblichen Überprüfung standhält, untermauern. Ich bleibe gespannt...

Zitat:

Seine Geschäftspraktiken bzw. die Art, wie er Verträge abschloß, da hat ihn die Zeit eventuell überrollt.
Gewagte Behauptung, wenn man bedenkt, dass es heute noch genauso läuft wie damals, als Parker das Thema "Künstlermanagement" neu definiert hat.

Zitat:

Elvis wollte ihn ja nach seinen letzten Tourneen duch den Assistenten ersetzten - kam aber nicht mehr dazu.
Das höre ich zum ersten Mal. Wodurch belegt?

Zitat:

Aber die Wahrheit kennen sowieso nur die Beteiligten und wir können - wie immer - nur mutmaßen oder anhand der bekannten Fakten uns eine spekulative Meinung bilden. ;-)
Sehr richtig. Aber neben einer spekulativen Meinung gibt es auch ein paar unwiderlegbare Fakten. Einer davon ist, dass Elvis der erfolgreichste Künstler aller Zeiten war. So weit kann man mit einem schlechten Manager nie kommen.

Nehmen wir es doch mal so, wie es ist: Die beiden haben 50:50 geteilt, weil Parker 50% des Erfolges geschuldet wurde. Elvis war klug genug, das zu erkennen. Warum wollen wir hier klüger sein als er, wo er doch schließlich dabei war und es am besten wusste? Wollen wir ihn zu einem willenlosen Deppen degradieren, weil er diesem Mann vertraut hat, der ihm zum größten Star aller Zeiten gemacht hat? Man wäre dumm, so zu denken, allen Ernstes, vor allem gegen alle bekannten Fakten. Abgesehen davon, dass man Elvis damit zutiefst beleidigen würde.

gast-20100125 03.03.2008 16:42

Zitat:

Zitat von MusicMan (Beitrag 370587)
Elvis der erfolgreichste Künstler aller Zeiten war.


... das stimmt...



So weit kann man mit einem schlechten Manager nie kommen.

Stimmt auch - aber ein guter Manager kann mit einem schlechten Star auch nicht soviel Geld verdienen!
...

gast-20090521 03.03.2008 17:22

Zitat:

Zitat von Linda JnB (Beitrag 370596)
Stimmt auch - aber ein guter Manager kann mit einem schlechten Star auch nicht soviel Geld verdienen!
...

Ein unfähiger Star mit einem guten Marketing und Management ist eher erfolgreich als umgekeht - siehe Daniel Küblböck.

Aber im Fall Elvis/Parker sagte ich ja: Es war die perfekte Teamarbeit - der beste Künstler mit dem besten Manager. Nur so kann man sich all die Jahre ganz oben halten.

Tedham Porterhouse 03.03.2008 17:36

Zitat:

Zitat von Linda JnB (Beitrag 370575)
Ich denke, daß er sehr früh erkannt hat, was für ein riesiges Talent Elvis hatte und was man daraus machen konnte. Allerdings war er meiner Meinung nach sehr money-minded.
Und ganz bestimmt hat er darauf geschaut, daß nicht nur Elvis, sondern auch
seine Brieftasche gut gefüllt war - ich denke nur an die 50%-ige Beteilung!

50% sind aber ziemlich normal. Das würde ich persönlich beispielsweise noch nicht einmal sonderlich hervorheben. Für Elvis konnte es nur heißen: Lieber 50% von etwas als 100% von gar nichts.

Zitat:

Zitat von Linda JnB (Beitrag 370575)
Ich bin der Meinung, daß der Col. ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr zeitgerecht war. Seine Geschäftspraktiken bzw. die Art, wie er Verträge abschloß, da hat ihn die Zeit eventuell überrollt.

Das Problem ist, dass er nur ans Geld gedacht hat, wenn es darum ging, Geschäftsmodelle für seinen Klienten zu entwickeln, und dass es ab einem bestimmten Punkt (frühe 60er Jahre) eben keine Ahnung mehr vom Geschäft hatte, dass sich rasant veränderte. Er war ein Relikt der 40er und 50er Jahre, ihm fehlten die Ideen - und so managte er Elvis ab Mitte der 60er ins Abseits, unterbrochen nur von einer kurzen Phase des Comebacks - und das wuchs auf Elvis' Mist.

Gilla 03.03.2008 17:46

Hier haben wir auch schon ausführlich über den Colonel diskutiert. :-)

https://www.elvisnachrichten.de/show...ght=tom+parker

gast-20090521 03.03.2008 17:53

Zitat:

Zitat von TheKing (Beitrag 370613)
Nein, nein. Deine Mitarbeit und Expertise ist uns lieb. Ich nehme die verbalentgleisung raus und solange alles im sachlichen Rahmen bleibt danke ich Dir für Dein Engagement in den Thread.:top:

Danke, aber bitte nicht zuviel der Lorbeeren. Man braucht kein "Experte" zu sein, um hier zwei und zwei zusammenzuziehen, damit man zu folgender Erkenntnis kommt: Es ist zwar durchaus möglich, dass eine Luftpumpe zum Star wird, weil Marketing und Management großartig sind, aber es ist noch nie ein großartiger Künstler zu etwas geworden trotz eines schlechten Managements.

Wenn man so manche Elvis-Fans hört, klingt das schon so, als hätte Elvis es trotz eines schlechten Managers, trotz einer miesen Plattenfirma und dazu noch gegen seinen Willen geschafft, der größte Star aller Zeiten zu werden. Sorry, aber das ist unmöglich.

gast-20090521 03.03.2008 18:06

Zitat:

Zitat von Tedham Porterhouse (Beitrag 370618)
Das Problem ist, dass er nur ans Geld gedacht hat, wenn es darum ging, Geschäftsmodelle für seinen Klienten zu entwickeln, und dass es ab einem bestimmten Punkt (frühe 60er Jahre) eben keine Ahnung mehr vom Geschäft hatte, dass sich rasant veränderte.

Diese Aussage steht aber im krassen Widerspruch selbst zu Parkers größten Kritikern, die sogar einräumen, dass er die Art des Künstlermanagements, wie sie heute praktiziert wird, quasi erfunden hat.

Zitat:

Er war ein Relikt der 40er und 50er Jahre, ihm fehlten die Ideen - und so managte er Elvis ab Mitte der 60er ins Abseits, unterbrochen nur von einer kurzen Phase des Comebacks - und das wuchs auf Elvis' Mist.
Falls Du das 68er Special meinst - niemand weiß und wird auch je erfahren, wie Elvis' Karriere verlaufen wäre, wenn er statt des ledergewandeten R&R-Oldie-Brüllaffen ein Weihnachts-Special gesungen hätte, denn Weihnachts-Specials sind in den USA ganz große Geschichten, anders als hierzulande.

Außerdem war Elvis' wahres Comeback in Las Vegas, und das wuchs auf Parkers Mist.

Parker hat in den 50ern ein neues Kapitel aufgeschlagen, weil Elvis quasi der erste Superstar war, der übers Fernsehen gemacht wurde. Die Nummer hat er 1968 und 1973 wiederholt, okay, das war vielleicht nicht sehr innovativ, doch sehr wirklungsvoll. Doch was sollte er da Neues machen? Das Internet gab es noch nicht, das Fernsehen war das alles entscheidende Medium. Das ist auch heute noch so, denn heutige Promotion bis hin zu DSDS funktioniert auch nur durchs Fernsehen, höchstens noch flankiert vom Internet. Demnach hätte Parker nur innovativ sein können, indem er das Internet erfunden hätte.

Ansonsten hat Parker nichts anders gemacht als alle, die ihm nachgefolgt sind, von den 50ern an bis heute. Was hätte er denn bitte in den 70ern anders machen sollen? Die Antwort auf diese Frage bleiben alle, die Parkers Arbeit der späten Jahre kritisieren, regelmäßig schuldig. Dabei wird vergessen, dass er selbst in dieser Zeit aus einem Künstler, der nach und nach die Lust an der Arbeit und am Leben verlor, immer noch das meiste rausgeholt hat.


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