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Aus eigenem Antrieb hätte ich meine müden Knochen sicherlich nicht zu diesem Konzert geschleppt, aber einem geschenkten Gaul .... ihr kennt das ja.
Der Showpalast jedenfalls präsentiert sich im plüschigen 70'er Muff, gesessen wird an Tischen (gerne auch so, dass man die Bühne nicht sehen kann).
Es gibt auf jeden Tisch eine Klingel um einen Kellner an den Tisch zu ordern. So rennen und stehen einem die ganze Zeit über die Ärsche irgendwelcher Servicekräfte vor dem Gesicht.
Delphi Showpalast, letzte Ruhestätte für Coverkünstler und Entertainer die in den 70'ern einen Hit hatten und seitdem durch die Parallelwelt der Seniorenbespaßungsstätten tingeln.
Alte Damen die sich gebeugt durch ein langes hartes Arbeitsleben durch die Gänge quetschten, auch Rollstühle wurden gesichtet. Mindestens eine Dame trug eine Windel.
Der Ausflug in diese dunklen Gefilde der Unterhaltungsindustrie war erheiternd, erhellend und schaurig-schön..
verzeiht den unflätigen ausdruck, aber..
..was für ein Arschloch
[könnte glatt von Witzdummy sein..]
Zufällig war jemand aus dem Berliner Forum gestern Abend bei Rio. Mit Erlaubnis poste ich seinen Bericht:
[Ich] war gestern bei Rio. Es war in jedem Fall ein memorables Erlebnis.
Aus eigenem Antrieb hätte ich meine müden Knochen sicherlich nicht zu diesem Konzert geschleppt, aber einem geschenkten Gaul .... ihr kennt das ja.
Die Show fand im Delphi Showpalast statt, einer mir bis dato unbekannten Veranstaltungsstätte. Der Showpalast jedenfalls präsentiert sich im plüschigen 70'er Muff, gesessen wird an Tischen (gerne auch so, dass man die Bühne nicht sehen kann). Es gibt auf jeden Tisch eine Klingel um einen Kellner an den Tisch zu ordern. So rennen und stehen einem die ganze Zeit über die Ärsche irgendwelcher Servicekräfte vor dem Gesicht. Delphi Showpalast, wie gemalt für eine Heinz Strunk Geschichte: "Tanz der einsamen Herzen." Delphi Showpalast, letzte Ruhestätte für Coverkünstler und Entertainer die in den 70'ern einen Hit hatten und seitdem durch die Parallelwelt der Seniorenbespaßungsstätten tingeln.
Das Publikum das sich zu der Veranstaltung einfand war dann auch, wenig überraschend, zu einem nicht unerheblichen Teil ziemlich angejahrt. Alte Damen die sich gebeugt durch ein langes hartes Arbeitsleben durch die Gänge quetschten, auch Rollstühle wurden gesichtet. Mindestens eine Dame trug eine Windel.
Rio selbst, nun, der Mann kann singen. Richtig gut singen sogar. Seine Band war weit weniger rumpelig, holperig und amateurhaft als von mir befürchtet worden war (YouTube--Recherche), der Drummer hatte "zug zum Tor", nur der aus lediglich zwei Personen bestehende Chor hätte deutlich besser sein können.
Sicherlich hätte es die eine oder andere Pose nicht gebraucht, hätte ich mir hier und da gewünscht, dass Rio nicht so extrem auf Vegas-Spökes macht, so schwankte etwa "it's Midnight" zwischen einer wirklich einfühlsamen Interpretation und Kitsch, andererseits muss man das alles, wie auch die Mitsing-Mitklatsch Attacken, nicht unbedingt so wahnsinnig ernst nehmen. Ich hege keinen Groll gegen Tribut-Bands und Künstler, auch in Sachen Elvis finde ich das statthaft, wenn es gut gemacht ist.
Rio würde ich mir, lästert nur, wieder ansehen, allerdings nicht im Delphi. Der Ausflug in diese dunklen Gefilde der Unterhaltungsindustrie war erheiternd, erhellend und schaurig-schön, bedarf allerdings keiner Wiederholung.
interessanterweise kennt sich jeder imi in der szene voll super aus und weiss alles über die defizite der anderen. nur die eigenen will kaum einer wahr haben..
aha. aber wenn die stramplerträger unter sich sind, ist alles friede freude eierkuchen. da kennt plötzlich jeder dicke nur die guten seiten des anderen und lobt ihn.
[wie's geht, wenn sie alleine sind, sehen wir an der aussage vom reverend betreffend ragusa. noch erbärmlicher gehts eigentlich gar nicht]
ah, die psychoschiene. praktisch.
Aber warum sollten sie sich über ihre eigenen Defizite Gedanken machen wenn doch alle mit Körper und Geist Elvis sein wollen, also haben sie auch alle die Defizite der Anderen.
Ich mag, mit ein bis zwei Ausnahmen, diese Über-Imitatoren nicht.
Tribute-Künstler hingegen finde echt Klasse.
Vor kurz hab ich eine Tribute - CD von Helmut Lotti in die Finger bekommen,
echt tolle Musik.
Aber das ist mein Empfinden.
Jedem Tierchen sein Pläsierchen
Fest mit beiden Beinen auf dem fliegenden Teppich Richtung Hawaii
Ich kann Rio's künstlerische Qualitäten gar nicht bewerten weil ich ihn noch nie auf der Bühne gesehen habe. Ich habe nur gehört, dass er wirklich ganz gut sein soll.
Aber im Pub kommt er mir extrem unsympathisch vor - und DAS kann ich für mich beurteilen. Auch dass ich es bedenklich finde, dass er seinen Leuten abseits der Bühne Elvis-Welt-Namen gibt. Das wird man doch mal erwähnen dürfen. Von mir aus kann der noch tausende Konzerte geben, und sich dann auch eines Tages ein Flugzeug kaufen.
Er wirkt als Mensch arrogant und großkotzig. Und das ist mein Beurteilungskriterium. Ein Musiker/Künstler/Imi ist auch ein Gesamtpaket - genau wie Elvis.
Er ist die Stimme von Elvis, mehr aber auch nicht, der MaRIO
Gianni Ragusa ist natürlich ein miserabler Imi. Aber er kennt sich aus in der Imi-Szene.
interessanterweise kennt sich jeder imi in der szene voll super aus und weiss alles über die defizite der anderen. nur die eigenen will kaum einer wahr haben..
Zitat von honeybee
Er hat erzählt, dass es so einige unter ihnen gibt, die ihr Leben nicht mehr von Elvis' Leben abgrenzen können.
aha. aber wenn die stramplerträger unter sich sind, ist alles friede freude eierkuchen. da kennt plötzlich jeder dicke nur die guten seiten des anderen und lobt ihn.
[wie's geht, wenn sie alleine sind, sehen wir an der aussage vom reverend betreffend ragusa. noch erbärmlicher gehts eigentlich gar nicht]
Zitat von honeybee
Dass man sich darüber definiert, jemand anderes zu sein...Da zeigen sich doch erhebliche Defizite.
Wie ich in dem anderen Thread geschrieben habe, habe ich ja mit diesem Gianni Ragusa telefoniert. Er ist natürlich ein miserabler Imi und mit Rio nicht zu vergleichen. Aber er kennt sich aus in der Imi-Szene. Er hat erzählt, dass es so einige unter ihnen gibt, die ihr Leben nicht mehr von Elvis' Leben abgrenzen können. Ihr Denken und ihre Äußerungen sind auf die Person Elvis Presley zugeschnitten. Es gibt - glaube ich - in diesem Bereich die unerschütterlichsten Fans. Leute, die das mit Haut und Haar leben. Die werden eins mit ihm.
Zumindest denken Sie das. Nicht umsonst heißt es:
Nachahmung ist der Gipfel der Bewunderung!
Da ist schon was dran. Leider ist ein solches Extrem sehr bedenklich was die eigene Persönlichkeit betrifft. Dass man sich darüber definiert, jemand anderes zu sein...Da zeigen sich doch erhebliche Defizite.
Wie meinst du das mit dem "Zu-Sehr-Elvis ", Cisco?
Der meint ja auch privat Elvis zu sein. WIie einst Bela..Lugosi meinte Graf Dracula zu sein nur weil er ihn im Film verkörperte...Das ist grenzwertig...
Rio hat musikalische außbildung - da vater ja opernsänger ist, also musik schon zuhause und das er sich auf elvis einläßt.
was zum geier hat das mit der qualität seiner darbietung zu tun?
Zitat von Elvis On Tour
rio ist zu hoch abgehoben, er sollte sich gut festhalten sonst gibt es einen ganz tiefen fall & der tut richtig aua.
nicht so aua wie deine schreibe
wie sich der mann abseits der bühne benimmt, kann ich nicht beurteilen. ist mir ehrlich gesagt auch schnurz, da gibts nämlich genug andere, die sich ebenso peinlich darstellen.
seine stimme bzw seinen gesang und somit seine ähnlichkeit zum original kann ich bisher nur anhand von videos beurteilen. und bei ihm ist es mmn wie bei einigen anderen:
manchmal trifft er den ton bzw das timbre fast eins zu eins, dann liegt er wieder um 500 meilen daneben.
von allen, die ich bisher stimmlich kenne, ist er aber zweifelsohne ganz vorne dabei.
wer das nicht hört, hat ein massives problem. wer das nicht hören WILL, hat offensichtlich ein problem mit ihm selber
er ist nun aber auch nicht mehr der jüngste, und das bringt gerade als imi bzw etwa doch so einige probleme mit sich.. sowohl stimmlich als vor allem auch optisch.
an seiner stelle würd ich mich auf die 70er konzentrieren, die frühen sachen aussen vor lassen bzw eventuell als zugaben bringen und mir überlegen, die strampler ebenfalls wegzulassen.
ach ja.. apropos:
seine live-version von 500 miles hat definitv was
Aber im Pub kommt er mir extrem unsympathisch vor - und DAS kann ich für mich beurteilen. Auch dass ich es bedenklich finde, dass er seinen Leuten abseits der Bühne Elvis-Welt-Namen gibt. Das wird man doch mal erwähnen dürfen. Von mir aus kann der noch tausende Konzerte geben, und sich dann auch eines Tages ein Flugzeug kaufen.
Er wirkt als Mensch arrogant und großkotzig. Und das ist mein Beurteilungskriterium. Ein Musiker/Künstler/Imi ist auch ein Gesamtpaket - genau wie Elvis.
Volle Zustimmung...der Typ ist mir zu sehr "Elvis".....ich mag solche Leute nicht. Punkt.
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